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Fachgebiete

Inkasso

Inkassoverfahren schützt vor Zahlungsausfall

Sichern Sie die wirtschaftliche Stabilität Ihres Unternehmens. Ein individuelles Inkassoverfahren bewahrt Sie vor Liquiditätsengpässen, die  häufig durch steigende Zahlungsausfälle entstehen. In diesen Situationen bietet das Inkassoverfahren Ihrem Unternehmen ein effektives Forderungsmanagement. Es gewährleistet einen zeitnahen Ausgleich Ihrer Forderungen.

Schritt für Schritt zu Ihrem Geld

Gemeinsam mit Ihnen optimieren wir die Prozessabläufe in Ihrem Unternehmen. Zudem entwickeln wir ein auf Ihre Bedürfnisse angepasstes Inkassoverfahren. Damit schützen wir Sie vor Zahlungsausfällen und erhöhen den Cash-Flow. Unsere Anwälte passen jeden einzelnen Schritt des Inkassoverfahrens Ihren Wünschen an:

  • vorgerichtliches Inkasso per Mahnschreiben
  • Telefoninkassogerichtliches
  • Mahnverfahren
  • Klageverfahren
  • Zwangsvollstreckung
  • Langzeitüberwachung von rechtskräftigen Titeln
  • Anmeldung von Forderungen im Insolvenzverfahren
  • Vertretung im Insolvenz- oder Poolverfahren
Wir unterstützen Ihr Inkassoverfahren

Ein Inkassoverfahren bedeutet für einen Gläubiger häufig einen enormen Zeit- und Energieaufwand. Unsere Anwälte nehmen Ihnen diese Bürde gerne ab. Ihr Unternehmen profitiert von unserer umfassenden Erfahrung in den verschiedenen Inkassoverfahren. Egal, ob Inlandsinkasso, Auslandsinkasso oder Überwachungsinkasso. wir leiten jedes Verfahren professionell ein und setzen die Forderungen freundlich, aber konsequent um.

Erfolg durch Erfahrung

Wir gestalten das Forderungsmanagement kundenorientiert. Darauf legen wir innerhalb des Inkassoverfahrens besonderen Wert. Dank unserer langjährigen Erfahrung im außergerichtlichen und gerichtlichen Inkasso, stehen wir Ihnen als zuverlässiger Partner jederzeit zur Seite. Beauftragen Sie uns mit der Betreuung Ihrer Inkassoforderungen. Wir beraten Sie gerne und schützen Ihr Unternehmen vor Zahlungsausfall.

Unser Inkassodienst weckt Ihre Schuldner auf

Beauftragen Sie unseren Inkassodienst und sparen Sie dadurch gleich in doppelter Hinsicht. Denn wir stellen dem Schuldner die entstehenden Kosten des Inkassoverfahrens in Rechnung und Ihre Inkassomitarbeiter konzentrieren sich wieder vollständig auf ihr Kerngeschäft. Das spart Arbeitszeit und Nerven. Ein weiterer Vorteil: Durch den Kontakt mit dem Inkassodienst unserer Rechtsanwaltskanzlei weiß der Schuldner: Es wird ernst! Ich muss jetzt bezahlen.

Klagen abwenden – Kosten sparen

Wir wissen, welche Anstrengungen es für Sie bedeutet, Kunden für Ihr Unternehmen zu gewinnen. Deshalb informiert sich unser Inkassodienst zu Beginn des Verfahrens zunächst über den Schuldner und bespricht mit diesem, wie er eine Rückzahlung ermöglichen kann. Zudem informiert unser psychologisch geschultes Personal Ihren Kunden über die Konsequenzen einer Nichtzahlung. Der Ton ist dabei stets freundlich, aber bestimmt. Eventuelle Einwände bewertet unser Inkassodienst gründlich und klärt diese mit Ihnen zusammen. So vermeiden wir kostenintensive Klagen. Darüber hinaus überwachen wir vereinbarte Moratorien

Rechtsanwaltsinkasso - wir vertreten Ihre Interessen

Verweigert der Schuldner trotz aller Maßnahmen des Inkassodienstes die Zahlung, gehen wir gerichtlich vor. Aus Kosten- und Effizienzgründen beginnen wir mit dem gerichtlichen Mahnverfahren. Im Falle des Wider- oder Einspruchs leiten wir ein Klageverfahren ein. Zunächst prüfen wir gründlich die Wirtschaftlichkeit sowie die Sach- und Rechtslage. Die Klage innerhalb des Rechtsanwaltsinkassos soll für Ihr Unternehmen sinnvoll sein. Je nach Wirtschaftlichkeit vertreten wir Sie selbst bei diesem Termin oder wählen einen Korrespondenzanwalt aus unserem Netzwerk.

Der gesamte Inkassodienst aus einer Hand

Wir nehmen anschließend alle Schritte der Zwangsvollstreckung und das Verfahren zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung vor. Hier bewährt sich unsere jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet. Sie erhalten von uns alle Leistungen des Inkassodienstes aus einer Hand. So helfen wir Ihnen, selbst schwierige Fälle erfolgreich abzuwickeln.

Verfahrensverlauf eines Musterfalls (Inland)

1.  Fallübergabe durch den Mandanten
  • Kanzlei-Com (Einrichtung durch Kanzlei)
  • Internet über Kanzlei-Homepage
  • E-Mail
  • Post
  • Fax
2.  Vorgerichtliche Bearbeitung
  • Adress- und Bonitätscheck
  • schriftliche Mahnung
  • Telefoninkasso und Verhandlung
3.  Gerichtliches Mahnverfahren
  • Mahnbescheid
  • Vollstreckungsbescheid
4.  Klageverfahren
  • bei Widerspruch oder Einspruch des Schuldners
5.  Vollstreckungsverfahren
  • Vollstreckung in Forderungen und/oder Mobilien und/oder Immobilien des Schuldners
  • Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung durch den Schuldner
6.  Langzeitüberwachung rechtskräftiger Titel
  • Urteile
  • Vollstreckungsbescheide etc.
7.  Insolvenzverfahren/Poolverfahren
  • Anmeldung der Forderungen
  • Vertretung im Insolvenz- oder Poolverfahren

Auslandsinkasso – Für Ihr Geld im Ausland

Neben dem Inkassodienst für inländische Kunden unterstützen wir Ihr Unternehmen ebenso mit unserem Auslandsinkasso. Dank unserem umfassenden Netzwerk von Inkassokanzleien und unserer Sprachkenntnis, vertreten wir Sie auch im Ausland fachkundig und zuverlässig.

Wir überwinden Sprachbarrieren

Wir beschäftigen uns seit Jahren mit dem Auslandsinkasso. Sowohl im In- als auch im Ausland sprechen wir mit Ihren Schuldnern. Mit diesen verabreden und überwachen wir Moratorien, sofern eine Komplettzahlung durch den Schuldner nicht möglich ist. Für das Auslandsinkasso bauen wir systematisch Sprachkompetenzen in unserer Kanzlei auf.  

Deutschland ist eine der größten Exportnationen der Welt. Die kulturellen, sprachlichen und rechtlichen Unterschiede im Ausland stellen für jeden Unternehmer eine besondere Herausforderung dar. Dazu zählen vor allem die Kundenakquise und ein professioneller Forderungseinzug bei drohendem Zahlungsausfall.

Unsere Inkassokanzleien helfen bei Entscheidungen

Unser umfangreiches Netzwerk von Inkassokanzleien unterstützt das Auslandsinkasso gegebenenfalls direkt vor Ort. Die jeweilige Kanzlei geht zunächst auf dem Verhandlungswege gegen Ihren Kunden vor. Schlägt dieser Weg fehl, erstellt sie eine Kostenschätzung für gerichtliche Maßnahmen. Anschließend entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen über das weitere Vorgehen. Viele EU-Länder ermöglichen es Klägern, gerichtliche Verfahren von Deutschland aus durchzuführen. Wir wägen ab, ob sich der juristische Weg wirtschaftlich und praktisch für Sie lohnt.

Transparente Angebote für Ihre Sicherheit

Wir gestalten unsere Angebote auf der Basis größtmöglicher Transparenz. Häufig ist es ungewiss, ob sich der ausländische Schuldner an den Kosten des Auslandsinkassos beteiligt oder diese gar übernimmt. Dies gilt vor allem bei einer außergerichtlichen Lösung. Nutzen Sie unser praktisches Kontaktformular und beauftragen Sie uns mit Ihrem Auslandsinkasso.

Verfahrensverlauf eines Musterfalls (Ausland)

1.  Fallübergabe durch den Mandanten
  • Kanzlei-Com (Einrichtung durch Kanzlei)
  • Internet über Kanzlei-Homepage
  • E-Mail
  • Post
  • Fax
2.  Vorgerichtliche Bearbeitung
  • Einholung einer Wirtschaftsauskunft für einen Adress- und Bonitätscheck
  • Schriftliche Mahnungen in Landessprache durch die Kanzlei Gräf & Centorbi
  • Telefoninkasso und Verhandlung in Landessprache oder in einer anderen, dem Schuldner zugänglichen, Sprache durch die Kanzlei Gräf & Centorbi
  • Bei Nichtzahlung: Abgabe zur vorgerichtlichen Bearbeitung an eine Kanzlei im Schuldnerland
  • Bei Nichtzahlung an die ausländische Kanzlei: Einholung eines Angebotes über gerichtliches Vorgehen der externen Kanzlei
  • Alternativ: Prüfung des gerichtlichen Vorgehens im Ausland durch unsere Kanzlei
3.  Gerichtliches Vorgehen im Ausland
  • Durchführung des Internationalen Mahnverfahrens durch die Kanzlei Gräf & Centorbi
  • Alternativ: gerichtliches Vorgehen durch die externe Kanzlei
4.  Klageverfahren
  • Bei Widerspruch oder Einspruch des Schuldners im Internationalen Mahnverfahren  durch eine Kanzlei vor Ort
  • Direkt durch die Kanzlei vor Ort
5.  Vollstreckungsverfahren
  • Durch die Kanzlei Gräf & Centorbi oder
  • Durch die Kanzlei vor Ort

Überwachungsinkasso im Fall einer Schuldnerinsolvenz

Im Verlauf eines Inkassoverfahrens kommt es vor, dass der Schuldner insolvent wird. In dieser Situation dauert es häufig sehr lange, bis Ihr Kunde seine Schulden zurückzahlt. Unser Überwachungsinkasso betreut solche Fälle in Ihrem Namen und entlastet Ihr Unternehmen dadurch spürbar.

Wir überwachen für Sie langwierige Vorgänge

Ihr Kunde ist insolvent und Sie haben Ihre Forderung daher bereits ausgebucht? Dennoch: Jede weitere Einnahme aus diesem Geschäft ist für Ihr Unternehmen ein außerordentlicher Gewinn. Hier kommt Ihnen unser Überwachungsinkasso zur Hilfe: Wir übernehmen die Überwachung der Forderung für Sie auf unser Kostenrisiko. Begleicht Ihr Schuldner seine Ausstände, arbeiten wir auf Erfolgsbasis. Verbuchen Sie dank des Überwachungsinkassos außerordentliche Gewinne ganz ohne Risiko.

Überwachungsinkasso hilft im Inland

Das Überwachungsinkasso führen wir nur mit titulierten Inlandsforderungen durch. Die Schuldner sind ausschließlich natürliche Personen. Für ein ordnungsgemäßes Überwachungsinkasso benötigen wir im Original den Titel (Vollstreckungsbescheid / Urteil / Kostenfestsetzungsbeschluss) sowie eine Kopie des Vollstreckungsprotokolls

Verfahrensverlauf eines Musterüberwachungsfalls
1. Fallübergabe durch den Mandanten
  • Sofern wir die Forderung tituliert haben, übernehmen wir diese automatisch in das Überwachungsverfahren zu den bekannten Konditionen.
  • Sofern Sie eine extern titulierte Forderung bei uns einreichen möchten, bestehen folgende Möglichkeiten: Über Kanzlei-Com (Einrichtung durch Kanzlei), Internet über Kanzlei-Homepage, E-Mail, Post (Gräf & Centorbi Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Isaac-Fulda-Allee 5, 55124 Mainz), Fax (0 61 31) 95 00 99 1
  • Zusätzlich benötigen wir im Original den Titel (z.B. Urteil, Vollstreckungsbescheid, Kostenfestsetzungsbeschluss) und eine Kopie des Vermögensverzeichnisses.
2.   Bearbeitung
  • Adress- und Bonitätschecksschriftliche Mahnungen
  • Telefoninkasso und Verhandlung
  • VollstreckungInsolvenzbearbeitung

Ihre Insolvenz- und Poolverfahren sind unsere Aufgaben

Die Abwicklung von Insolvenzverfahren ist häufig ein langwieriger Prozess. Wir übernehmen für Ihr Unternehmen diese Aufgaben und stehen Ihnen fachkundig mit Rat und Tat zur Seite.

Wir organisieren Ihre Insolvenz- und Poolverfahren

Es ist oft ein langer Weg, bis ein Unternehmen Geld von einem Schuldner zurückbekommt. Wir bewältigen diesen Weg für Sie, indem wir alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen.

Wurde über das Vermögen einer Firma das Insolvenzverfahren eröffnet, ordnet das Insolvenzgericht häufig vorab ein sogenanntes Poolverfahren an. Hierbei wird über die Rechte der Gläubiger entschieden. Bei diesem Verfahren stehen wir Ihnen zur Seite. Wir melden für Sie die Forderung zum Poolverfahren ordnungsgemäß an und vertreten Sie auf den Poolsitzungen, sofern dies wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wir fordern Ihr Geld für Sie ein

Holen Sie sich im Insolvenzverfahren Ihr Geld zurück. Wir helfen Ihnen dabei. Die verwertete Restmasse steht nach Abzug der Verfahrenskosten, allen Gläubigern anteilig zur Verfügung.  Voraussetzung ist allerdings, dass Sie Ihre Forderung als Insolvenzforderung angemeldet haben. Hier helfen wir Ihnen gerne weiter: Wir sorgen für eine ordnungsgemäße Anmeldung Ihrer Rückforderungen und stehen in Kontakt mit dem Insolvenzverwalter. Meist dauern die Insolvenzverfahren mehrere Jahre. Wir informieren Sie über den Ausgang und nehmen für Sie etwaige Gelder vom Insolvenzverwalter in Empfang. 

Unsere Erfahrung ist Ihr Trumpf

Unsere Rechtsanwälte Guido Gräf und Anja Coring verfügen über langjährige Erfahrung mit Insolvenz- und Poolverfahren und unterstützen Ihr Unternehmen gerne. Bei weiteren Fragen zum Verfahrensverlauf einer Insolvenz oder wenn Sie Hilfe bei einer Inkassoforderung benötigen, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns. Nutzen Sie das Online-Kontaktformular oder besuchen Sie uns in einem unserer Büros.

Verfahrensverlauf eines Insolvenz- und Poolverfahrens (Muster)

1.  Fallübergabe durch den Mandanten
  • Kanzlei-Com (Einrichtung durch Kanzlei)
  • Internet über Kanzlei-Homepage
  • E-Mail
  • Post
  • Fax 
2.  Insolvenz-Bearbeitung
  • Anmeldung der Forderung beim Insolvenzverwalter durch die Kanzlei
  • Falls wirtschaftlich erforderlich: Vertretung und Teilnahme an Poolsitzungen
  • Bearbeitung der Einwände des Insolvenzverwalters, falls die Forderung (teilweise) nicht festgestellt wurde.
  • Eingang der Feststellung der Forderung durch den Insolvenzverwalter überwachen
  • Kontakt halten mit dem Insolvenzverwalter  wegen Entscheidung über die Quote
  • Geldempfang
  • Abschluss des Verfahrens mitteilen

Inkassobedingungen

1. Inkassoauftrag
a) Inlandsauftrag

Der Mandant beauftragt die Kanzlei mit dem Einzug seiner Forderung gegen den Schuldner mit Sitz im Inland. Die Beauftragung des Mandanten umfasst die Durchführung des außergerichtlichen und des gerichtlichen Inkassoverfahrens. Sofern eine Realisierung wegen der Insolvenz des Schuldners nicht möglich ist, beinhaltet die Beauftragung des Mandanten auch die Durchführung des Überwachungsinkassoverfahrens (Langzeitüberwachung). Die Durchführung eines Klageverfahrens ist von der Beauftragung des Mandanten nicht erfasst und muss daher ausdrücklich gesondert in Auftrag gegeben werden.

b) Auslandsauftrag

Der Mandant beauftragt die Kanzlei mit dem Einzug seiner Forderung gegen den Schuldner mit Sitz im Ausland. Die Beauftragung des Mandanten umfasst die Durchführung des außergerichtlichen Inkassoverfahrens durch die Kanzlei oder deren Inkassobevollmächtigte vor Ort. Gerichtliche Verfahren werden nur auf ausdrückliche Weisung des Mandanten durchgeführt.

c) Auftrag zur Vertretung im Insolvenzfall

Der Mandant beauftragt die Kanzlei mit der Anmeldung seiner Forderung zu einem Gläubigerpoolverfahren und/oder zur Insolvenztabelle. Die Kanzlei vertritt den Mandanten in beiden Verfahren.

2. Kommunikation

Nach Beauftragung mit einem Inkassomandat erhält der Mandant von der Kanzlei kostenlos einen Online-Zugang zu seiner Akte. Der Mandant informiert sich über die Online-Akte selbständig über den Verfahrensstand. Anfragen, Informationen oder wesentliche Änderungen des Verfahrensstandes erhält der Mandant von der Kanzlei in der Regel über E-Mail mit Hinweis auf seine Online-Akte. Die Kommunikation zwischen Mandant und Kanzlei erfolgt aus Effizienzgründen idealerweise ebenfalls über E-Mail.

3. Abrechnung

Eingetriebene Gelder werden zunächst auf die Kosten und Auslagen  einer ausländischen Verbindung, dann auf die Kosten und Auslagen der Kanzlei und dann auf die Forderung des Mandanten verrechnet.

4. Vorschüsse

Die Kanzlei ist berechtigt, Vorschüsse für gerichtliche Verfahren zu erheben. Der Vorschuss umfasst die voraussichtlich anfallenden Kosten und Honorare.

5. Ratenvereinbarungen/Vergleiche

Die Kanzlei ist berechtigt, selbständig und ohne Rückfrage an den Mandanten, Ratenvereinbarungen mit dem Schuldner nach den Grundsätzen eines ordnungsgemäßen Kaufmannes vorzunehmen. Vergleiche, die einen Forderungsverzicht beinhalten, werden nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Mandanten geschlossen. Im Überwachungsverfahren darf die Kanzlei über Nachlässe mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns auch ohne die Zustimmung des Mandanten entscheiden.

6. Gerichtliches Inkassoverfahren
a) Inland:

Das gerichtliche Verfahren beginnt mit der Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens. Nur auf ausdrückliche Weisung des Mandanten erhebt die Kanzlei direkt Klage.

b) Ausland:

Die Kanzlei stimmt die Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens mit dem Mandanten ab. Die Kanzlei kann zur Durchführung des gerichtlichen Verfahrens im Ausland Bevollmächtigte im Schuldnerland beauftragen.

7. Überwachungsverfahren

Sofern das Inkassoverfahren gegen eine natürliche Person wegen erfolgloser Betreibung von der Kanzlei beendet wurde, stellt sie den Vorgang in das Überwachungsverfahren. Die Kanzlei ist nicht verpflichtet, die laufenden Zinsen zum Zwecke der Verjährungsunterbrechung gerichtlich geltend zu machen. Die Kanzlei ist bei geringer Aussicht auf Erfolg jederzeit berechtigt, das Überwachungsverfahren zu beenden.

8. Vergütung

Die Kanzlei macht sämtliche Kosten gegenüber dem Schuldner als Verzugsschaden zusätzlich zur Forderung des Mandanten geltend. Im Ausland jedoch nur, soweit die jeweilige Rechtsordnung dies zulässt. Die Höhe der jeweiligen Pauschalen und Provisionen richten sich nach der Übersicht unter "Dienstleistungen und Vergütung."

a) Inland:

In erfolgreichen Fällen oder in Fällen, in denen eine Klage gefertigt wurde, berechnet die Kanzlei für ihre Tätigkeit dem Mandanten die ihr nach RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) gesetzlich zustehenden Gebühren sowie die angefallenen Kosten und Auslagen. In erfolglosen Fällen, in denen keine Klage gefertigt wurde, berechnet die Kanzlei für ihre Tätigkeit gegenüber dem Mandanten lediglich eine Pauschale an Erfüllungs Statt. Den ursprünglichen Anspruch tritt der Mandant an die Kanzlei ab. Erfolglos ist ein Fall, wenn die Zwangsvollstreckung zu keiner auch nur teilweisen Befriedigung geführt hat, der Schuldner insolvent oder nicht auffindbar ist.

b) Ausland

In erfolgreichen Fällen berechnet die Kanzlei dem Mandanten eine Erfolgsprovision, mindestens in Höhe der Nichterfolgspauschale. Die Erfolgsprovision kann bei dem Schuldner nicht als Verzugsschaden geltend gemacht werden. Die Erfolgsprovision umfasst dabei auch die Kosten für die außergerichtliche Tätigkeit der von der Kanzlei erforderlichenfalls beauftragten ausländischen Bevollmächtigten vor Ort. Unabhängig vom Erfolg berechnet die Kanzlei dem Mandanten für die gerichtliche Beitreibung die ihr nach RVG zustehenden gesetzlichen Gebühren sowie die Auslagen. Sofern ausländische Bevollmächtigte mit dem gerichtlichen Einzug befasst waren, berechnet die Kanzlei dem Mandanten zusätzlich deren Kosten. In erfolglosen Fällen oder in Fällen in denen der Mandant die gerichtliche Betreibung nicht wünscht, berechnet die Kanzlei dem Mandanten für ihre Tätigkeit lediglich eine Pauschale zuzüglich der Kosten einer gerichtlichen Betreibung oder den Kosten ausländischer Bevollmächtigter für deren vorgerichtliche und/oder gerichtliche Betreibung.

c) Überwachungsverfahren

In erfolgreichen Fällen berechnet die Kanzlei dem Mandanten die ihr nach RVG zustehenden ursprünglichen und neu angefallenen Rechtsanwaltsgebühren, Gerichtskosten, Auslagen - soweit diese noch nicht erstattet wurden - sowie eine Erfolgsprovision. In erfolglosen Fällen trägt die Kanzlei die Kosten selbst.

d) Insolvenz-/Poolverfahren

Für die Anmeldung der Forderung des Mandanten zur Insolvenztabelle und/oder zu einem Gläubigerpoolverfahren und seine Vertretung in einem Pool - und/oder Insolvenzverfahren berechnet die Kanzlei dem Mandanten die ihr nach RVG zustehenden gesetzlichen Gebühren.

9. Kündigung

Im Falle der Kündigung eines Auftrages durch den Mandanten, berechnet die Kanzlei dem Mandanten die bis dahin angefallenen gesetzlichen Gebühren und Auslagen, in Auslandsfällen zusätzlich pauschalierten Schadenersatz in Höhe der Erfolgsprovision.

Kompetent beraten

Wenden Sie sich an unsere erfahrenen Rechtsanwälte – diese vertreten Sie fachkundig mit einem Überwachungsinkasso. Für eine umfassende Beratung schreiben Sie uns einfach an. Wir antworten schnell und helfen Ihnen gerne weiter.

Guido Gräf

Rechtsanwalt, GF

06131-9500990
guido.graef@gc-kanzlei.de